Wo anfangen, wenn man komplett überfordert ist mit dem Haushalt? Wenn du einfach überfordert mit allem bist und du dir denkst, es ist unmöglich, du hast zu wenig Zeit, zu wenig Energie, zu wenig Arme … Vielleicht hast du auch momentan mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu kämpfen, da hilft dir die Unordnung leider nicht, dich besser zu fühlen.

Oder du hast einen stressigen Job, Kinder oder einfach eine schwierige Zeit. Wir sind alle mal an diesem Punkt im Leben, wo uns alles über den Kopf steigt. Wenn’s so aussieht, dass jeder den Haushalt im Griff hat, aber dem ist nicht so. Wir können weiter in dieser Situation bleiben, Schokolade essen, in Selbstmitleid versinken und wieder alles auf morgen verschieben, aber irgendwann sollte es genug sein.

Wir müssen aufhören, Ausreden zu finden und uns dadurch wieder schlecht zu fühlen. Wir müssen nicht so leben, wirklich nicht. Niemand muss das, du kannst es noch heute ändern. Man muss nicht alles an einem Tag schaffen und das ist auch vollkommen in Ordnung, der Wille ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung.

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Es ist in Ordnung, überfordert zu sein nichts, wofür man sich schämen muss. Einer der besten Schritte, die du machen kannst, ist dir eine Stunde am Tag Zeit zu nehmen. Mal das Handy beiseitelegen, den Laptop oder den Fernseher mal auszulassen. Mal nicht auf Instagram durch zu scrollen und die Zeit verschwenden. Man muss sich überwinden und seine Gewohnheiten ändern, das passiert nicht von heute auf morgen aber setze dir Ziele und es wird von Tag zu Tag besser klappen.

Auch solltest du aufhören, dich ständig mit anderen zu vergleichen. Denn das hast du wirklich nicht nötig. Lass dich von Illusionen der Werbung und Social Media nicht blenden. Jeder befindet sich in einer anderen Lebenssituation und du bist nicht weniger wert, nur weil das Spielzeug deiner Kinder überall rumliegt oder deine Kleidung nicht nach Farben sortiert ist. Mache es dir bewusst, dass du momentan in einer schwierigen Situation bist, aber du es ändern willst und das auch kannst. Anfangen aufzuräumen ist so viel schwieriger als Ordnung zu halten, aber nicht unmöglich.

 

Wo du anfangen solltest wenn du von Unordnung und Chaos überfordert bist:

1. Bearbeite zuerst Dinge die zeitlich begrenzt sind

  • gibt es vielleicht Briefe die noch ungeöffnet sind und bearbeitet werden müssen
  • Rechnungen die bezahlt werden müssen
  • ich würde dir empfehlen dir einen Familienplaner* in Flur einzurichten, für alle Termine und einen Taschenkalender für dich um zum Beispiel Rechnungsfristen im Überblick zu behalten

2. Küche aufräumen und neu organisieren

  • plane am Vorabend was du am nächsten Tag kochen möchtest oder plane gleich für die ganze Woche und suche dir Rezepte raus (besorge dir einen Terminplaner*)
  • schreibe dir einen Einkaufszettel so hast du nicht jeden Tag oder beim Einkaufen den Stress dir darüber Gedanken zu machen
  • Spülmaschine regelmäßig aus – und einräumen. Gewöhn es dir an direkt nach dem Essen das benutzte Geschirr in die Spülmaschine zu räumen statt alles liegen zu lassen
  • überlege dir während du kochst oder das Geschirr wegräumst, welche Geräte oder Küchenutensilien du nicht mehr benutzt, räume diese in den Schrank, verkaufe sie oder verschenke sie. Somit gewinnst du wieder so viel Platz auf deiner Arbeitsfläche

3. Konzentriere dich auf deine Kleidung

  • sammle die Wäsche die in der ganzen Wohnung auf den Boden liegt ein und schmeiß die Waschmaschine so oft an, bis der Berg abgearbeitet ist (einfacher mit dem Wäschesammler mit drei Fächern*)
  • ordne alle Kleiderschränke nach Saison und die aktuelle Kleidung auf Augenhöhe
  • plane dein Outfit am Vorabend so vermeidest du Wäscheberge am Morgen
  • Stresse dich jedoch nicht zu sehr, solange alle noch genug saubere Wäsche zum anziehen haben ist alles in Ordnung

4. Einfache Aufräumroutinen aneignen

  • hierfür kannst du dir gerne meinen Blogbeitrag mit meinen 10 Aufräumtipps durchlesen
  • fange klein an, füge jeden Tag etwas neues zu deiner Routine hinzu, mit der Zeit wird es dir immer einfacher fallen
  • nehme Dinge mit wenn du das Zimmer verlässt, heißt Laufwege nutzen die du eh machen musst. Zum Beispiel Spielzeug aus dem Wohnzimmer mitnehmen wenn du die Kinder zu Bett bringst

5. Wähle für jede Woche eine spezielle Aufgabe

  • alles Abstauben in der Wohnung und Elektrogeräte abwischen
  • Kühlschrank ausräumen und richtig einräumen, abwischen und desinfizieren
  • oder eine bestimmte Chaosstelle oder Ablage im Haus aufräumen

Deine Überforderung wird von Tag zu Tag nachlassen, du wirst dich schon bald viel besser fühlen. Jeder kleine Schritt wirkt zum großen Ganzen viel bei. Sei nicht zu streng mit dir selbst wenn du deine Zeit brauchst. Es ist nicht einfach, seine Gewohnheiten zu ändern, aber wenn du soweit bist, dich überwunden hast, wirst du sehr stolz auf dich sein und das darfst du auch. Heute bist du besser als gestern und morgen besser als heute.

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